D16 oder D28 – Welches Schweißtisch-System passt zu Ihrem Zubehör?

Kurzvergleich: D16 oder D28?

Die Wahl zwischen System 16 und System 28 hängt vor allem von Werkstückgröße, Spannaufgabe, gewünschter Flexibilität und dem bereits vorhandenen Zubehör ab. Beide Systeme eignen sich für präzise Schweiß-, Montage- und Vorrichtungsarbeiten, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.

Kriterium D16 / System 16 D28 / System 28
Typischer Schwerpunkt Flexible und fein abgestufte Spannaufbauten Robuste Spannaufbauten für größere Werkstücke
Systembohrung Ø16 mm Ø28 mm
Geeignet für Kleinere bis mittlere Bauteile, wechselnde Vorrichtungen und kompakte Arbeitsbereiche Mittlere bis große Bauteile, hohe Spannkräfte und belastbare Konstruktionen
Typische Raster Je nach Serie 50 × 50 mm oder 100 × 100 mm Je nach Serie 100 × 100 mm, teilweise auch mit zusätzlichem Diagonalraster
Typische Einsatzbereiche Werkstatt, Montage, Vorrichtungsbau, Prototypen und Kleinserien Metallbau, Stahlbau, Maschinenbau, Vorrichtungsbau und Serienfertigung

Wichtig: Die Belastbarkeit wird nicht allein durch den Bohrungsdurchmesser bestimmt. Auch Materialstärke, Tischgröße, Konstruktion, Seitenhöhe und Ausführung des jeweiligen Schweißtisches spielen eine entscheidende Rolle.

Wann ist System 16 die passende Wahl?

D16 eignet sich besonders für Anwender, die eine kompakte und flexibel erweiterbare Spannlösung benötigen. Das kleinere Lochsystem ermöglicht eine präzise Positionierung von Anschlägen, Bolzen, Zwingen und Spannwinkeln.

System 16 ist häufig sinnvoll, wenn Sie:

  • kleinere bis mittlere Werkstücke bearbeiten
  • Spannaufbauten regelmäßig verändern oder umrüsten
  • fein abgestufte Positionierungsmöglichkeiten benötigen
  • mit kompatiblen Bolzen, Anschlägen, Zwingen und Winkeln im D16-System arbeiten
  • einen kompakten oder modular aufgebauten Arbeitsplatz bevorzugen

Typische Einsatzbereiche:

  • Metallbau und Schlosserei
  • Montage- und Reparaturarbeiten
  • Vorrichtungsbau
  • Prototypenbau
  • Kleinserien und wiederkehrende Spannaufgaben
  • Ausbildung und Werkstattorganisation

Wann ist System 28 die passende Wahl?

D28 ist auf robuste Spanntechnik und größere Systemkomponenten ausgelegt. Das System bietet eine stabile Grundlage für größere Werkstücke, belastbare Vorrichtungen und Anwendungen, bei denen höhere Spannkräfte benötigt werden.

System 28 ist häufig sinnvoll, wenn Sie:

  • mittlere bis große Werkstücke bearbeiten
  • stabile Aufbauten für Rahmen, Profile oder schwere Konstruktionen benötigen
  • mit größeren Spannweiten und höheren Spannkräften arbeiten
  • Vorrichtungen für wiederkehrende Fertigungsprozesse aufbauen
  • bereits D28-Bolzen, Zwingen, Anschläge oder Spannwinkel einsetzen

Typische Einsatzbereiche:

  • Metall- und Stahlbau
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Vorrichtungsbau
  • Montage größerer Baugruppen
  • Serienfertigung
  • professionelle Werkstatt- und Industriearbeitsplätze

Lochraster und Materialstärke richtig einordnen

Das Lochsystem beschreibt den Durchmesser der Systembohrungen. Lochraster und Materialstärke unterscheiden sich dagegen je nach Tischserie und Ausführung.

  • D16 mit 6 oder 8 mm Materialstärke: häufig mit 50 × 50 mm Lochraster und Gravur für fein abgestufte Positionierungen
  • D16 mit 12 mm Materialstärke: je nach Serie mit 50 × 50 mm oder 100 × 100 mm Raster
  • D28: häufig mit 100 × 100 mm Raster
  • Work-Pro D16 und D28: wahlweise mit Raster 100 × 100 mm oder Diagonalraster 100 × 100 mm

Raster 100 × 100 mm

Beim regelmäßigen Raster sind die Systembohrungen in horizontalen und vertikalen Reihen angeordnet. Diese Struktur eignet sich besonders für rechtwinklige Rahmen, Profile und wiederkehrende Standardaufbauten.

Diagonalraster 100 × 100 mm

Das Diagonalraster ergänzt die regelmäßigen Reihen um versetzte Systembohrungen. Dadurch stehen zusätzliche Spannpunkte für schräge Werkstücke, 45°-Verbindungen und wechselnde Geometrien zur Verfügung.

Die Entscheidung zwischen regelmäßigem Raster und Diagonalraster ist keine Qualitätsfrage. Ausschlaggebend ist, welche Werkstücke und Spannaufgaben in Ihrer Werkstatt regelmäßig vorkommen.

Welches System passt zu Ihrer Arbeitsweise?

  • D16: für kompakte, flexible und häufig wechselnde Spannaufbauten mit fein abgestufter Positionierung
  • D28: für größere Werkstücke, robuste Vorrichtungen und Anwendungen mit höheren Spannkräften
  • Bereits vorhandenes Zubehör: Bleiben Sie möglichst innerhalb desselben Lochsystems, damit Bolzen, Zwingen, Anschläge und Winkel kompatibel eingesetzt werden können.

Entscheidungshilfe: Bearbeiten Sie überwiegend kleinere bis mittlere Bauteile und verändern Ihre Spannaufbauten häufig, ist D16 meist die flexiblere Wahl. Stehen größere Werkstücke, hohe Spannkräfte und besonders stabile Vorrichtungen im Vordergrund, bietet D28 häufig die passendere Systembasis.

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Passendes Zubehör ergänzen

Nach der Wahl des Lochsystems können Sie den Arbeitsplatz schrittweise mit kompatibler Spanntechnik erweitern. Wichtig ist, dass Schweißtisch, Lochplatte und Zubehör für dasselbe System ausgelegt sind.

So entsteht Schritt für Schritt ein abgestimmtes Spannsystem für Ihre Schweiß-, Montage- und Vorrichtungsarbeiten.